Andacht

Veränderungen im Leben

das Frühjahr kommt, die Tage werden immer länger und viele Menschen empfinden dies als das lang ersehnte Ende eines dunklen Tunnels.
Noch zaghaft sind diese Anfänge, ganz klein die Blüten und doch kündigt sich mit diesen Zeichen neues Leben an – sie bedeuten Aufbruch und Veränderung.
Vermutlich freuen wir uns alle über die Veränderung in der Natur, wenn Veränderungen in unserem Leben geschehen, reagieren wir verschieden.
Ja, manchmal sehnen wir herbei, dass sich etwas ändert, manchmal sind wir mehr als bereit, Veränderungen in unserem Leben herbeizuführen: Dann, wenn wir zuversichtlich in einen neuen Abschnitt starten, dann, wenn wir spüren, dass diese Veränderung ein Tal beendet, durch das wir geschritten sind, dann, wenn nach langer Durststrecke unser Leben wieder lebendig wird.
Doch manchmal machen uns Veränderungen auch Angst, Fragen, wie: „Kann ich das? Was kommt da auf mich zu? Ist es nicht sicherer beim Alten zu bleiben?“ quälen uns und lassen uns eher zaghaft und ängstlich auf diese Veränderungen blicken.
Mose, damals am Dornbusch ging es genauso. Was Gott da von ihm verlangte, dass er, Mose, das Volk Israel aus Ägypten, aus der Knechtschaft führen solle war ihm mehr als fragwürdig. Er wehrte sich gegen diesen Auftrag, er fühlte sich überhaupt nicht in der Lage, dies zu tun.

Wir erleben, dass vieles sich verändert ohne unser Zutun.
Mancher Lebensentwurf wird durch den Verlust des Arbeitsplatzes, durch Krankheit, durch Krisen und Zukunftsängste erschüttert. Und manche Menschen verlieren das Zutrauen in sich und andere. Ein Gefühl der Hilflosigkeit und der Verlassenheit macht sich breit.
Lassen wir uns doch von den wieder erwachenden Kräften der Natur anstecken, nehmen wir sie als Zeichen der Stärkung und der Ermutigung für uns und unser Leben.

Eure Claudia Küchler