Methodismus – was ist das?

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»Methodistisch« heißen wir wegen einer spöttischen Bezeichnung für eine Gruppe von Studenten um John und Charles Wesley in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Statt der damals üblichen studentischen Lässigkeit praktizierten sie einen konsequenten Lebensstil. Neben intensivem Bibelstudium und gemeinsamem Beten waren ihnen vor allem die praktischen Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen wichtig. Deshalb wurden sie als methodistisch verspottet.
Die beiden Brüder folgten nach Abschluss des Studiums einem Ruf nach Amerika, um unter den Indianern missionarisch zu wirken. Diese Arbeit mussten sie erfolglos beenden und kehrten dann wieder nach Großbritannien zurück. Dort machten beide im Jahr 1738 wenig nacheinander tiefe geistliche Erfahrungen und fanden zur Gewissheit, durch Gottes Liebe angenommen zu sein.

Die Methodistische Kirche ist eine evangelische Freikirche, welche in Deutschland ca 80.000 und weltweit 60 Millionen Mitglieder zählt.
Evangelisch heißt unsere Kirche, weil sie in der Verkündigung des Evangeliums ihren Ursprung hat. Kirche sollte die methodistische Bewegung ursprünglich nicht werden. Erst Widerstände der großen Kirchen oder die Erfordernisse einer Missionsstation haben zur Bildung der methodistischen Kirche geführt.